Lieber Sand auf die Radwege als in die Augen der Bürger
21-11-2011 07:27 von FDP Norderstedt (Kommentare: 0)
Sechs bzw. neun Stunden nach einem Schneefall sollte die Stadt Norderstedt die Radwege an den Hauptverkehrswegen befahrbar machen, so lauteten Anträge von SPD und GALiN im Umweltausschuss der Stadt Norderstedt.
FDP-Mitglied Horst Heyde lehnte diese Forderung ab. Heyde: “Radwege müssen morgens vor 8:00 Uhr befahrbar sein, damit Schulkinder und Arbeitnehmer sie ungefährdet nutzen können. Dafür müssen wir weiterhin die Grundstückseigentümer heranziehen.“
Heyde betonte, dass sich die FDP in ihrem Wahlprogramm zwar für eine städtische Reinigungspflicht ausgesprochen hätte. Diese Reinigung müsse aber dann erfolgen, wenn die Radfahrer die Wege brauchten, und nicht sechs bis neun Stunden später. Dann würde eine solche Maßnahme aber deutlich mehr kosten als die von SPD und GALiN vorgesehenen 40.000 - 60.000€.
„Wir Liberalen sind aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt gegen die Einführung einer neuen Gebühr für die Straßenreinigung; der Bürger wurde im letzten Jahr genügend zur Kasse gebeten“, erklärt Heyde weiter, „man sollte den Sand lieber auf die vereisten Radwege streuen als in die Augen der Bürger“, betont der Liberale.
CDU und FDP lehnten daher die Anträge mit ihrer Mehrheit im Ausschuss ab.