FDP: Kinder und Lehrer haben gestern  verloren

Die Mehrheit aus CDU und SPD hat gestern im Ausschuss für Schule und Sport beschlossen, den geplanten Umbau der Grundschule Harksheide-Nord zur Offenen Ganztagsgrundschule vorerst zu stoppen.

Man mag es nicht glauben, aber es ist leider wahr: Zwei Jahre lang erarbeiten Verwaltung, Schulleitung, Lehrer und Elternvertreter in einer gemeinsamen Projektgruppe erfolgreich ein Konzept für den Umbau der zweitgrößten Grundschule Norderstedts in eine Offene Ganztagsgrundschule (OGGS). Zusätzlich gibt es einen kleinen Architektenwettbewerb, in dem ein Entwurf einstimmig als Sieger hervorgeht. Die Politik wird laufend über die Planungen informiert und entscheidet über die weiteren Verfahrensschritte. Eigentlich sind sich alle einig, es fehlt nur noch die letzte Abstimmung im Ausschuss, und da machen CDU und SPD auf einmal ein Rolle rückwärts: Alles zurück auf Start, die Planungen sollen von vorne beginnen!

 

„Unvorstellbar, wir hier mit dem Engagement und den Wünschen von Eltern, Schulleitung und Lehrern umgegangen wird“, so das FDP-Ausschussmitglied Tobias Mährlein in einer ersten Stellungnahme. „Wir können doch nicht eine Umbauvariante gegen den Wunsch aller an der Schule Beteiligten durchsetzen. Die Schule muss doch den Umbau begleiten, mitfiebern und sich auf das Neugeschaffene freuen können“, ergänzt Ausschussmitglied und FDP-Landtagskandidat Tobias Claßen.

 

Argumente gegen die bisher favorisierte Variante gab es seitens CDU und SPD kaum. Das Argument, im Haushalt seien bisher gar nicht die benötigten finanziellen Mittel eingestellt, kontert der FDP-Fraktionsführer Klaus-Peter Schroeder kurz und knapp: “Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Wir haben es bisher immer geschafft, für gewollte Projekte auch die nötigen Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen.“

 

Zurück blieben nach der Ausschusssitzung völlig ratlose und frustrierte Eltern und Lehrer. Es gab einfach keine Erklärung, warum entgegen allen Sachargumenten die gemeinsam erarbeitete Variante auf einmal hinfällig sein sollte.

 

„Bleiben Sie am Ball, sprechen Sie mit den Abgeordneten von CDU und SPD und lassen Sie sich deren Gründe erläutern“, empfahl FDP-Ausschussmitglied Tobias Mährlein nach der Sitzung den versammelten Eltern und Lehrern. „Spätestens auf der nächsten Stadtvertretersitzung werden wir wieder über dieses Thema sprechen und dafür streiten!“